Studierendenwerk Essen-Duisburg
Das Studierendenwerk Essen-Duisburg unterstützt rund 44.800 Studierende in Essen, Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Bottrop. Es bietet preiswerte Verpflegung in Mensen und Cafeterien, über 2.452 Wohnheimplätze, Beratung zu BAföG und Studienfinanzierung sowie psychosoziale Hilfe in schwierigen Lebenssituationen. Zudem betreibt es Kitas mit insgesamt 118 Plätzen für studierende Eltern und organisiert kulturelle sowie interkulturelle Angebote, um den Studienalltag zu erleichtern. Ziel ist es, Studierende ganzheitlich zu fördern und soziale Chancengleichheit zu sichern.
Ausgangssituation
Die quartalsweise Wirtschaftsplanung wird derzeit auf einer Excel-Basis durchgeführt, die hausintern weitergereicht wird. Das Controlling trägt die Hauptverantwortung für viele Kennzahlen, erfasst diese eigenständig und konsolidiert anschließend die Berichte, um Besonderheiten zu identifizieren. Fachverantwortliche sind in den Prozess nur geringfügig eingebunden. Mehrere parallel geführte Excel-Dateien, unter anderem für den Vorjahresvergleich, machen den Ablauf langsam, stark zentralisiert und wenig transparent. Die Informationsgewinnung ist umständlich und in ihrer Vergleichbarkeit eingeschränkt.
Lösung
Die Planungslösung basiert auf einer dezentralen Bottom-up-Planung, bei der Planzahlen direkt in einer zentralen Datenbasis erfasst werden. Paralleles Arbeiten ist möglich. Dadurch wird der gesamte Prozess schneller, transparenter und effizienter und ermöglicht umfassende Auswertungen und Vergleiche – etwa zwischen Plan- und Ist-Werten oder im Vorjahresvergleich. Mit einer Workflowsteuerung ist klar geregelt, wer Planzahlen freigibt und jederzeit sichtbar welche Tasks im Planungsprozess zu erledigen sind.
Nach Umsetzung der Basisversion ist die Einbindung von KI geplant: Trend-Forecasting sowie Simulationen relevanter Einflussgrößen wie Studierendenzahlen oder Tarifabschlüsse ermöglichen dann fundierte Zukunftsprognosen. Zusätzlich soll ein Sprachmodell integriert werden, das individuelle Analysen und Auswertungen per einfachem Prompting direkt aus der Datenbasis erlaubt.
*Die Daten in der Darstellung wurden frei gewählt und stehen in keinem Zusammenhang zu realen Zahlen des Studierendenwerks Essen-Duisburg
Ihr Ansprechpartner
Sie möchten mehr über unsere Projekte mit den Studierendenwerken erfahren oder haben selbst ein Digitalisierungsvorhaben in Ihrem Haus? Christian Schoor (Senior Consultant) ist Projektleiter in Umsetzungen mit den Studierendenwerken und begleitet Organisationen seit vielen Jahren bei der Einführung moderner, passgenauer Softwarelösungen. Gerne steht er Ihnen für einen unverbindlichen Austausch zur Verfügung.
Podcastfolge zur Wirtschaftsplanung mit Christian Schoor (Projektleiter)
Warum eine solide Wirtschaftsplanung entscheidend ist
Eine fundierte Wirtschaftsplanung bildet das Rückgrat jeder Organisation – gerade in gemeinnützigen Einrichtungen wie Studierendenwerken, die einen erheblichen Beitrag zur sozialen Infrastruktur im Hochschulbereich leisten. Die Planung schafft Transparenz darüber, welche finanziellen Mittel wofür eingesetzt werden können und wie sich Investitionen sowie laufende Kosten langfristig auf die wirtschaftliche Stabilität auswirken. Sie stellt sicher, dass Ressourcen zielgerichtet verwendet werden und alle relevanten Stakeholder – von der Geschäftsführung bis zum Fachbereich – eine verlässliche Grundlage für Entscheidungen erhalten.
Darüber hinaus dient Wirtschaftsplanung nicht allein der Mittelverteilung, sondern auch der Zukunftssicherung. Faktoren wie Tarifsteigerungen, Entwicklungen im Wohnungsmarkt, Veränderungen der Studierendenzahlen oder steigende Energiekosten beeinflussen die finanzielle Lage erheblich. Eine vorausschauende Planung hilft, solche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Strategien zu entwickeln, um ihnen strukturiert zu begegnen. Sie schafft Vergleichbarkeit über mehrere Jahre hinweg und ermöglicht es Organisationen, Chancen wie Risiken unter realistischen Annahmen abzuwägen.
Der Mehrwert moderner, digitaler Wirtschaftsplanung
Während Wirtschaftsplanung traditionell mit zahlreichen Tabellen und teilweise unübersichtlichen Dateiablagen verbunden war, schaffen moderne digitale Lösungen einen neuen Standard. Eine zentrale Datenbasis, automatisierte Konsolidierungen und klare, standardisierte Prozesse reduzieren nicht nur Fehlerquellen, sondern beschleunigen die gesamte Planungsphase erheblich. Fachbereiche können eigenständig planen und gleichzeitig sicherstellen, dass alle Daten in einem einheitlichen Format vorliegen. Das erhöht die Datenqualität und stärkt das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge in der gesamten Organisation.
Digitale Planungswerkzeuge ermöglichen zudem ein agiles Reagieren auf Veränderungen. Statt nur einmal jährlich zu planen, werden rollierende Forecasts oder Simulationen verschiedener Szenarien möglich – etwa bei unerwarteten Kostensteigerungen oder einem veränderten Nachfrageverhalten in Gastronomie und Wohnen. So erhalten Entscheider jederzeit ein aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage.
Strategische Vorteile für Studierendenwerke
Die Studierendenwerke gewinnen die Fähigkeit, finanziell schwierige Situationen frühzeitig zu erkennen, Investitionen besser zu timen und die eigenen Angebote langfristig abzusichern. Gleichzeitig steigert eine moderne Wirtschaftsplanung die interne Zusammenarbeit: Fachbereiche übernehmen mehr Verantwortung, das Controlling wird entlastet und die Kommunikation zwischen allen Beteiligten verbessert sich. Insgesamt entsteht eine klarere, schnellere und verlässlichere Grundlage für wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen.
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